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Rogue Company

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Bereit für etwas Multiplayer-Action?

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Es mag für einen Online-Shooter seltsam klingen, aber Rogue Company hat einen gewissen Charme. Nicht die Sorte, wie ihn ein Hundewelpe hat, sondern eher einen mitreißenden Charme, der richtig süchtig machen kann. Ich war nie ein großer Freund von Spielen im Stil von Counter Strike, in denen wir mechanisch präzise sein und gleichzeitig smart mit unserem Geld umgehen müssen - ich mag es gerne ein bisschen wilder. Trotzdem hat mich Rogue Company bestens unterhalten, obwohl der Einstieg seine Zeit braucht.

Rogue Company ist ein 4-gegen 4-Multiplayer-Shooter und wurde von First Watch Games entwickelt. Das Konzept ist einfach: Ihr wählt einen der einzigartigen Rogues aus und nutzt seine persönlichen Fähigkeiten, um entweder das gegnerische Team zu dezimieren oder die vorgegebenen Aufgaben abzuschließen. Das ist Valorant sehr ähnlich, aber weniger „hardcore". Es wurde ganz offensichtlich sehr daran gearbeitet, dass die Spieler keine Meister im Zielen oder in Berechnungen von Granaten-Flugbahnen sein müssen. Beides hilft natürlich, aber es steht nicht so im Mittelpunkt wie etwa in einem Counter-Strike.

Die unterschiedlichen Spiel-Modi von Rogue Company sind sich alle sehr ähnlich. Egal ob Demolition, das weniger auf Aufgaben basierende Extraction oder Strikeout, das im Stil eines Deathmatches ausgetragen wird. Jedes Spiel beginnt mit einer Einkaufsphase, in der ihr euren Rogue mit Waffen, Ausrüstung und Perks ausstattet. Die erste Runde beginnt üblicherweise mit einer Pistole und dem Sieger steht danach mehr Geld für neue Ausrüstung zur Verfügung. Im Vergleich zu Counter-Strike oder Valorant straft uns Rogue Company weniger ab und unsere Grundausrüstung ist stark genug, um uns auch nach mehreren verlorenen Runden im Wettbewerb zu halten.

Das Problem mit den Einkäufen ist allerdings, dass sich bestimmte Dinge recht nutzlos anfühlen. Wenn man bedenkt, dass jedes Match nur aus ein paar Runden besteht und nach der Hälfte des Spiels alles zurückgesetzt wird, weil wir wieder einen Rogue auswählen müssen, sind die Einkaufsentscheidungen überschaubar. Nachdem ihr eure Waffe und etwas Ausrüstung ausgewählt habt, könnt ihr in den verbleibenden zwei Runden eure Knarre ein klein wenig aufwerten oder euch für einen Perk entscheiden, der aber nutzlos ist, wenn eure Schüsse nicht treffen.

Rogue CompanyRogue Company

Stichwort Treffer: Das Gunplay von Rogue Company ist eindeutig das Highlight. Das Spiel hat ohne Frage eines der besten Shooter-Systeme, was das reine Gunplay angeht (ich habe auf dem PC gespielt). Es reagiert gut, ist sehr genau und wirklich leicht zu erlernen. Dennoch hat Rogue Company auch seine Eigenheiten. Der Winkel der Schulterperspektive war für mich ein ständiger Frustfaktor, weil wir um Ecken schauen können, ohne uns selbst zu zeigen. In einem Shooter, in dem wir leicht zu Boden gehen, werden manche Schusswechsel dadurch schnell sehr einseitig.

In Rogue Company spielen alle Spieler einen Helden-Charakter mit einzigartigen Fähigkeiten und Waffenkombinationen. Zur Zeit stehen insgesamt 14 zur Auswahl. Die ersten sieben Rogues stehen sofort zur Verfügung, die anderen müsst ihr mit In-Game-Währung kaufen oder mit dem Founder-Pack freischalten. Die einzigartigen Fähigkeiten der Helden machen dabei den großen Unterschied. Dallas kann einen Gegner mit ihrer Fähigkeit aufdecken, während Ronin ein explosives Messer wirft. Jeder Rogue ist einer Klasse zugeordnet, die ein wenig den Spielstil vorgibt. Anvil ist beispielsweise ein Verteidiger und kann sein ballistisches Schild als Deckung aufstellen.

Die brillant designten Karten schicken uns über den gesamten Globus. In der Karte "Favelas" reisen wir zum Beispiel nach Südamerika, während uns "Ikarus" an die mediterrane Küste und "Vice" in die Straßen von Miami führt. Die Karten sind in die klassischen drei Wege aufgeteilt, die aber häufig miteinander verbunden sind. Wir können uns also leicht auf der Karte bewegen, was für schnelleres Gameplay sorgt. Dadurch spielt sich Rogue Company ein wenig anders als etwa Valorant oder Counter-Strike.

Rogue CompanyRogue Company

Rogue Company befindet sich gerade in der offenen Beta-Phase und ist ein Free-to-Play-Spiel. Ihr könnt den Titel also anspielen, ohne Geld zu investieren. Es gibt genug Gelegenheiten für Impulskäufe, wenn ihr unbedingt bestimmte Waffenskins haben müsst. Ihr könnt zwar jeden Rogue durch die In-Game-Währung freischalten, aber das dauert eben so seine Zeit.

Hi-Rez Studios haben in den letzten Jahren einige tolle Free-to-Play-Titel wie etwa Smite oder Realm Royale entwickelt. Einige waren erfolgreicher als andere, aber Rogue Company wirkt schon in dieser frühen Phase sehr vielversprechend. Das Spiel hat ein tolles Gunplay und die Charaktere sind einzigartig genug, um das Gameplay frisch zu halten. Der Titel hat so seine Fehler, aber Rogue Company ist gekommen um zu bleiben und hat sicher großes Potenzial.

Rogue Company
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07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
Tolles Gunplay, einzigartige Charaktere, starkes Map-Design
-
Einige Elemente werden irgenwann lästig - z.B. der Kamerawinkel der Schulterperspektive
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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